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COMPRiS: Kundengewinnung und Umsatzsteigerung sind derzeit größte Herausforderung für Systemhäuser

Nur wenige Systemhäuser sehen eine neue Portfolioausrichtung als aktuelle  unternehmerische Herausforderung. Stattdessen sind die Themen Kundengewinnung und Umsatzsteigerung für das Gros der Systemhäuser die derzeit wichtigen Themen. Investitionen in neue Themen wie Digitalisierung und Cloud spielen eine untergeordnete Rolle.

 

Experten prophezeien allen IT-Händlern und -Dienstleistern, die nicht rechtzeitig neue Geschäftsfelder, beispielsweise im Bereich der Managed Services erschließen, ernsthafte existentielle Probleme. Schaffen Systemhäuser die Transformation ins Zeitalter cloudbasierter IT-Bezugsmodelle?, lautet eine häufig gestellte Frage.

 

COMPRiS hat zu dem Thema „Aktuelle unternehmerische Herausforderungen“ mit 438 Systemhäusern und IT Lösungsanbietern gesprochen. Derzeit sieht der Großteil der Befragten (65 Prozent) die Neukundengewinnung als die größte unternehmerische Herausforderung an. An zweiter Stelle bei den unternehmerischen Herausforderungen rangiert die Umsatzsteigerung (57 Prozent), fast jedes zweite Systemhaus (47 Prozent) muss sich mit gestiegenen Kundenanforderungen auseinandersetzen. Interessant ist die Tatsache, dass nur wenige Systemhäuser ihr Geschäftsmodell entsprechend anpassen.

 

Statt dem klassischen Verkauf sowie Implementierung von Hardware und Software, müssen Systemhäuser langfristig neue Wege einschlagen, um am Markt bestehen zu bleiben. Laut der COMPRiS Studie sieht derzeit aber nur jedes dritte IT-Unternehmen (28 Prozent) die Besetzung neuer Geschäftsfelder als wichtige Herausforderung.

 

© COMPRiS GmbH, Mai 2014

 

Interessante Ergebnisse brachte die Anschlussfrage in welche Bereiche Systemhäuser heute investieren um den Herausforderungen und gestiegenen Anforderungen der Kunden Rechnung zu tragen. Statt in „neue Services“ investieren die befragten Firmen derzeit am ehesten in die  eigene IT-Infrastruktur (12 Prozent) oder in Mitarbeiter. Im Personalbereich sollen sowohl bei der Entwicklung der eigenen Angestellten (5 Prozent) als auch bei der Einstellung von Fachpersonal (5 Prozent) finanzielle Schwerpunkte gesetzt werden. 14 Prozent planen derzeit keine Investitionen. Gezielte Investments in Trendbereiche sind nur in geringer Ausprägung ersichtlich.

 

© COMPRiS GmbH, Mai 2014

 

Ergänzend wurde gefragt wie Hersteller die Systemhäuser bei der Lösung der unternehmerischen Herausforderungen unterstützen können. Gefragt von sind vor allem gute Preiskonditionen (14 Prozent), kompetente Betreuung (8 Prozent) und eine bessere Warenverfügbarkeit (5 Prozent). „Dass bei den gewünschten Unterstützungsmaßnahmen durch die Hersteller Themen wie Preiskonditionen und Warenverfügbarkeit dominieren, zeigt, dass viele Systemhäuser noch auf ein Hard-&Software-lastiges Geschäftsmodell setzen. Dabei steigen die Kundenanforderungen und bisherige Herangehensweisen müssen überdacht werden. Hersteller und Distributoren bieten IT Dienstleistern eine Vielzahl an Unterstützung und Geschäftsmöglichkeiten. Vom Gros der Systemhäuser werden diese Ansätze aber noch nicht in Anspruch genommen. Hier ist noch Überzeugungsarbeit durch Hersteller und Distribution notwendig“, betont COMPRiS-Geschäftsführer Gerald Holler.

 

© COMPRiS GmbH, Mai 2014